Meldungen Nr. 721-730
vom 27.-30.8.2003
Aktuelle Meldungen / Archiv


Die Rekord-Erdnähe des Mars ist Geschichte

Und es kam wieder, wie es das wohl mußte - je näher der Termin des vermeintlichen astronomischen Großereignisses rückte, in desto rascherer Folge und aufgeregterem Tonfall berichteten die Medien, aktuelle Marsbilder schafften es auf die Titelseite mancher Zeitung, und am 26. und 27. August gab es kaum mehr eine Nachrichtensendung, in der nicht die Sensation schlechthin verkündet wurde: Um 11:51 Uhr MESZ am 27. würde der Planet Mars der Erde so nahe stehen wie seit fast 60'000 Jahren nicht mehr.

Das war zwar richtig, wie inzwischen mehrere unabhängige Orbitanalysen zeigen, doch im Gegensatz zu einer Sonnenfinsternis oder einem Meteorsturm beschränkte sich das Ereignis nicht wirklich auf bestimmte Minuten oder Stunden: Viele Tage rund um den mystischen Termin würde der Mars praktisch genau so groß und hell am Himmel stehen. Und im September und Oktober könnten sich sogar die besten Sichtbedingungen bieten, wenn der immer noch große Planet früher und allmählich auch höher am Himmel stehen wird. Doch es war halt der Event-Charakter, der lockte: Am 26. füllten sich die Volkssternwarten. Und schon Wochen vorher war in den USA und Asien ein Run auf Teleskopfachgeschäfte beobachtet worden ...

Daß die Marsopposition von 2003 zumindest von den Zahlen her aus dem Rahmen fallen würde, hatten zum ersten Mal Ende 2001 zwei amerikanische Amateurastronomen herausgefunden, die im Auftrag einer wöchentlichen astronomischen TV-Sendung Computersimulationen begonnen hatten. Bis dahin wußte man nur, daß die 2003-er Opposition die beste seit ein paar Jahrtausenden sein würde (und manche glaubten sogar noch, die 1924-er sei etwas näher gewesen).

Die Veränderungen der Exzentrizität der Marsbahn im Laufe von Jahrtausenden führen dazu, daß die Periheloppositionen (wenn die Erde den Mars nahe dessen sonnennächstem Bahnpunkt auf der Innenbahn überholt) unterschiedlich dramatisch ausfallen: Derzeit ist die Marsbahn besonders elliptisch, weshalb der Abstand Erde-Mars besonders gering werden kann. Weiteren Analysen v.a. französischer aber auch italienischer und amerikanischer Himmelsmechaniker verdanken wir die folgenden Zahlen (in der letzten Spalte jeweils der Abstand in Mio. km und der Durchmesser des Marsscheibchens in Bogensekunden) - die drei Analysen stimmen nicht in jedem Detail überein, aber die Trends sind eindeutig:

78'957
v.u.Z.
größte Erdnähe
der letzten 500'000 J.
53.667
-> 26.11
57'617
v.u.Z.
letzte Opposition
noch näher als 2003
55.718
-> 25.15
1845
Aug. 18
drittbeste Erdnähe
seit mind. 3000 v.u.Z.
55.803
-> 25.11
1924
Aug. 22
zweitbeste Erdnähe
seit mind. 3000 v.u.Z.
55.776
-> 25.12
1971
Aug. 12
zweitbeste Erdnähe
im 20. Jahrhundert
56.203
-> 24.94
1988
Sep. 22
die letzte besonders
gute Erdnähe
58.814
-> 23.83
2001
Juni 21
die vorangegangene
Opposition (südlich)
67.344
-> 20.81
2003
Aug. 27
größte Erdnähe
seit 59'619 Jahren!
55.758
-> 25.13
2005
Okt. 30
die kommende Op-
position (nördlich!)
69.423
-> 20.19
2018
Juli 27
die nächste besonders
nahe Opposition
57.635
-> 24.31
2050
Aug. 15
die nächste Opp. mit
Abst. < 56 Mio. km
55.957
-> 25.04
2287
Aug. 28
die nächste bessere
Nähe als die 2003-er
55.688
-> 25.16
Jahr
25'695
das nächste große
Minimum der Distanz
53.821
-> 26.04
Jahr
294'851
die größte Nähe der
nächsten 500'000 J.
53.637
-> 26.13

Die Erdnähe von 2003 ereignete sich (nach den französischen Berechnungen) am 27. August um 11:51:14 MESZ, und die Opposition folgte am 28. August um 19:58:49 MESZ - weil die Bahnen von Mars wie Erde exzentrisch sowie gegeneinander geneigt sind, fallen die Zeitpunkte nicht genau zusammen. Und wer auf der Erde kam dem Mars am allernächsten? Die Bewohner von Tahiti waren es, während man in Europa rund 5000 und in den USA rund 3000 km mehr Abstand hielt und die nubische Wüste im Sudan der marsfernste Punkt blieb. Der um 11:51 MESZ erreichte Minimalabstand der Zentren der beiden Planeten war dabei 55'758'006 km, während z.B. London seinen 5329 km größeren Minimalabstand bereits um 3:34 MESZ erreichte oder New York seinen 3172 km größeren um 7:46 MESZ.

Auch wenn japanische Marsveteranen beklagen, daß der Kontrast der Albedostrukturen wegen Dunst in der Atmosphäre dieses Mal nicht so hoch ausgefallen ist wie bei früheren Oppositionen, so ist uns bisher ein ausgedehnter Staubsturm erspart geblieben - was neben zahlreichen Amateurastronomen (z.B. unteres Bild) auch große ergebundene Teleskope und Hubble ausnutzten. Am UKIRT auf dem Mauna Kea glaubt man z.B., im nahen IR das schärfste Marsbild vom Erdboden überhaupt hinbekommen zu haben (als Nebenprodukt von Spektroskopie; mittleres Bild), und zwei Hubbleaufnahmen (die erste: oberes Bild) wurden in die Stunden rund um die Erdnähe gelegt: Die Auflösung liegt - bei 12 km pro Pixel - bei rund 25 Kilometern! [30.8.2003]

[730] Links: eine Webseite des IMCCE, ein Artikel (PDF) von Meeus und ein (früherer) Artikel von Beish, der den Rekordcharakter der 2003er Opposition mit entdeckte, auch wenn die Zahlen seither geringfügig revidiert wurden, Artikel von Planetary Society und Sky & Tel. zu den Zahlen und Science@NASA und Space.com mit weiteren Zahlenspielen.

Außerdem ein superscharfes Amateurbild aus Frankreich mit 60 cm Öffnung, ein JACH Press Release zum UKIRT-Bild, ein STScI Press Release zu den Hubble-Aufnahmen und ausgewählte Artikel zur Erdnähe von BBC, Wash. Post, Guardian, Australian, AFP, CNN, NetZeitung, TAZ und Rhein. Post - viele weitere sind auf den Sonderseiten zur Marsnähe und in den Cosmic Mirrors # 259 (3. Artikel) und 260 (Header) gelinkt.

»Heiße Spur« im Hellas-Becken? Ein australischer Planetenforscher glaubt in MGS-Daten permanent warme Flecken in dieser Marsregion entdeckt zu haben und sieht mögliche Parallelen zu Eistürmen, die in der Antarktis durch vulkanische Gase entstehen - die besten potentiellen Lebensräume? Univ. of Melbourne PR und Artikel von New Scientist und BdW.


Nach 25 Jahren tatsächlich im Orbit: 300. Delta startet IR-Satellit SIRTF

Die Astronomen, die einst diesen Satelliten vorschlugen, können es kaum fassen, daß er wirklich im Orbit angekommen ist (wenn sie nicht längst im Ruhestand oder verstorben sind): 1978 waren sie nach erfolgreichen Experimenten in Flugzeugen an die NASA mit dem Wunsch nach einem großen Infrarotobservatorium herangetreten, und 1983 war das Projekt erstmals konkret geworden. Nur der alte Name erinnert noch an das ursprüngliche Konzept: Die »Shuttle IR Telescope Facility« sollte von Space Shuttles zu Kurzflügen in den Orbit bugsiert werden. Bald wurde der eigenständige Riesensatellit »Space IR Telescope Facility« daraus, dann mußte dieses vierte und letzte »Great Observatory« nach Hubble, Compton und Chandra wegen viel zu hoher Kosten mehrfach drastisch schrumpfen, während gleichzeitig enorme technische Fortschritte die erhofften Leistungsparameter weitgehend retten konnten.

Der Bau der SIRTF, der Start auf einer besonders starken Delta-Rakete am frühen Morgen des 25. August und die ersten 2½ Betriebsjahre (von maximal 5) werden trotzdem noch mit 1.2 Mrd. Dollar zu Buche schlagen; 770 Mio.$ kostete dabei der Satellit. Aber das könnte es wert sein: Auf seiner exotischen Bahn, die er sich mit der Erde teilt, von der er stetig fortdriftet, hat der Satellit (der in einigen Monaten einen schöneren Namen bekommen wird, ausgewählt aus 7000 Vorschlägen) einen ungestörten Blick auf den Infrarothimmel, und mit seinen drei Instrumenten wird er reichlich davon Gebrauch machen (und 8 Gigabyte Daten pro Tag liefern). Die Ziele faßt die NASA schmissig mit »the old, the cold and the dusty zusammen«: ferne Galaxien, kühle und staubige Objekte in der Nähe. 3160 Stunden Meßzeit, rund die Hälfte des gesamten ersten Jahres, werden dabei sechs großen »Treasury Programs« gewidmet, u.a.

Der 4 m große und 865 kg schwere Satellit besitzt ein 85-cm-Teleskop, und nur die Optik und die Instrumente werden gekühlt (und das auch erst nach dem Start): Diese neuartige Konzeption, die für künftige IR-Satelliten wegweisend sein soll, hat bei der Kostendämpfung massiv geholfen, denn nur so wurde überhaupt ein Start auf der vergleichsweise preiswerten Delta möglich. Die drei Instrumente - für Wellenkängen von 3.6 bis 180 µm (mit einer bedauerlichen Lücke ausgerechnet von 7 bis 80 µm, wo es besonders viele Spektralfeatures gibt) - sollen um etliche Größenordnungen besser sein als alles, was bisher im Orbit flog. Mitte Dezember dürften die ersten Ergebnisse publiziert werden, und dann wird auch der endgültige Name der SIRTF verkündet. Für den Start hatte übrigens die 300. Rakete der Delta-Serie gesorgt, die seit 1960 für Orbitalstarts benutzt wird. [30.8.2003]

[729] Links: die Homepage, ein JPL Press Release und frühere der U of A (über SINGS) und von Cornell (über die Frühgeschichte), und Artikel zum Start von Spaceflight Now, Sky & Tel. und BBC.

Auch SCISAT-1 ist im Orbit, ein kleiner kanadischer Ozonwächter: ein CSA Press Release und Artikel von Spaceflight Now und Space Today.


Fast sechs Jahre Haft für Mondstein-Räuber

Drei von vier Sommerstudenten, die am 13. Juli 2002 einen Safe mit Mondgestein von den Apollo-Missionen sowie Meteoriten aus dem Johnson Space Center in Houston gestohlen hatten, sind inzwischen verurteilt: zwei junge Damen, die eher als Mitläufer gewertet wurden, am 6.8. zu 180 Tagen Hausarrest, 3 Jahren Bewährung und 9167$ Geldstrafe, einer der Rädelsführer aber am 26.8. zu 70 Monaten Haft! Drei der binnen einer Woche aufgespürten Junggauner hatten gleich gestanden, der vierte wurde später für schuldig befunden. Der Verkündung des Strafmaßes vorausgegangen war die erste »amtliche« Feststellung des Wertes des Mondgesteins, der bei der Bemessung eine entscheidende Rolle spielte: Noch nie war für Apollo-Proben - die nicht frei gehandelt werden dürfen - ein konkreter Geldbetrag festgesetzt worden.

Der Richter kam schließlich zu dem Ergebnis, daß es die USA genau 50'800 Dollar (Stand 1973) gekostet habe, jedes Gramm Mondgestein zur Erde zu befördern: Die 101.5 Gramm Beute von Houston war damit 5.1 Mio.$ (bzw. 21 Mio. heutige Dollar) »wert«. Was es allerdings tatsächlich »bringen« würde, die Mondsteine auf den freien Markt zu werfen, weiß niemand (winzige Mondproben der Sowjetunion gingen bei einer Auktion 1993 für sagenhafte 2.2 Millionen $ pro Gramm weg, womit die Beute 223 Mio.$ wert gewesen wäre). Der zur langen Haftstrafe Verurteilte war bei dem Raubzug gar nicht dabeigewesen, sondern hatte viel mehr versucht, das Mondgestein im Internet loszuschlagen - so war der Coup auch so schnell aufgeflogen. Am 29. Oktober soll das Strafmaß auch für den Rädelsführer der Einbrecher verkündet werden. [30.8.2003]

[728] Links: CollectSpace über den ganzen Fall, Fla. Today über die ersten beiden Urteile und AP über das dritte.

Die indischen Mondpläne nehmen Fahrt auf - die Regierung gibt grünes Licht für einen Orbiter, der 2008 starten soll: ein ISRO Press Release und Artikel von Space.com und Space Today.

Planetare Interviews des New Scientist mit einem Meteoritensammler in der Antarktis und Brian Marsden vom Minor Planet Center (voll des Lobes für Amateurastronomen).

Chandra wird die Erde beobachten, um ihre Röntgenemission zu untersuchen - vielleicht zeigt sie ja pulsierende Polphänomene wie die aus Artikel 444 bekannten des Jupiter: Science@NASA, Astronomy.


UCAC: Der bisher beste astrometrische Katalog

aufgrund von Beobachtungen vom Erdboden aus entsteht derzeit mit einem 20-cm-Teleskop nebst 4096x4096-Pixel-CCD-Kamera - der United States Naval Observatory CCD Astrograph Catalog enthält bereits jetzt die Positionen von 48 Millionen Sternen mit, je nach Helligkeit, 20 bis 70 Millibogensekunden Präzision. Zuerst hat das Teleskop von Chile aus den ganzen Südhimmel aufgenommen, jetzt ist von Arizona aus der Norden dran - und eine neue Vorabversion des resultierenden Katalogs (auf der Basis von 243'000 einzelnen Aufnahmen) ist nun als UCAC2 auf CD-ROM erhältlich. Im Jahre 2005 soll der Katalog dann vollendet sein, der zumindest bei den helleren Sternen die Präzision des Hipparcos-Tycho-Katalogs mit seinen 2.5 Mio. Sternen übertrifft. Und das beste: Für jeden UCAC-Stern gibt es durch Vergleich mit früheren fotografischen Sternkatalogen auch eine Eigenbewegung. [30.8.2003]

[727] Link: USNO Press Release.

Im Universum gehen allmählich die Lichter aus, weil die Sternentstehungsraten in den Galaxien seit Jahrmilliarden rückläufig sind - diese schon lange bekannte Tatsache ist durch Spektroskopie an 40'000 Galaxien aus der Durchmusterung SDSS untermauert worden: ein RAS Press Release und Artikel von Nature Science Update, Astronomy, BBC und BdW.


Drei Optionen für die Zukunft des Hubble Space Telescope

liegen seit Mitte August auf dem Tisch, nachdem ein hochrangig besetztes Astronomen-Panel überraschend schnell einen Bericht vorgelegt hat: Der US-Kongreß hatte angeordnet, die NASA möge ihre Pläne bzgl. des Missionsendes von Hubble noch einmal überdenken, und das Panel, das u.a. ein vielbeachtetes Hearing am 31. Juli abhielt, war die Antwort (s.a.
Artikel 692). Klar ist bisher nur, daß Hubble nicht eines Tages von einem Space Shuttle abgeholt und ins Museum gestellt wird: Solch eine Mission wäre nicht nur teuer sondern auch riskant, weil der Satellit vorher im Orbit zerlegt werden müßte. Stattdessen plant die NASA, das HST mit Raketen auszustatten und am Ende in den Pazifik zu lenken. Kontrovers - und abhängig von der Zukunft des Shuttle-Programms wie von der Finanzlage - ist aber der Weg dahin.

  • Wenn die NASA noch zwei Servicing-Missionen zum HST schicken sollte, was sie im Moment nicht vor hat, dann könnten bei der ersten 2005 zwei bereits weitgehend fertige neue Instrumente eingebaut werden und bei der zweiten ca. 2010 ggf. ein weiteres Instrument, v.a. aber könnte der Satellit (neben der Montage der Raketen) noch einmal technisch auf Vordermann gebracht werden, um seine Lebensdauer weit über 2010 hinaus zu verlängern. Nur so wäre eine Überlappung mit dem neuen Weltraumteleskop JWST möglich, das allerfrühestens 2011 startet, möglicherweise aber erst Jahre später.

  • Bei nur einer Service-Mission, die ebenfalls bis spätestens 2006 fällig wäre (viel länger halten Hubbles angeschlagene Gyros nicht durch), wären die Raketen für die spätere Zerstörung vielleicht noch nicht fertig, aber es könnte möglich sein, sie zu einem viel späteren Zeitpunkt mit einem robotischen Satelliten hinterherzuliefern und anbringen zu lassen. Allerdings könnte dabei der Satellit selbst außer Gefecht gesetzt werden, weshalb diese Option nur zweite Wahl wäre. Dann schon lieber eine zweite Shuttle-Mission zur Raketenmontage, wie sie die NASA im Prinzip eingeplant hat - doch diese wird wiederum von den amerikanischen Astronauten abgelehnt: Nur um Hubble kaputtzumachen, wollen sie nicht fliegen.

  • Der absolute Worst Case wäre es, wenn die NASA gar keine Mission mehr zu Hubble schicken (sondern sich gleich an die Konstruktion der robotischen Raketen machen) würde. In diesem Fall wäre es mit der wissenschaftlichen Laufbahn Hubbles in wenigen Jahren vorbei, wenn die letzten Gyros (die mit Abstand verschleißanfälligsten Komponenten) schlappmachen. Das Beobachtungsprogramm für die letzten Jahre müßte umgestrickt werden - und man sollte auch darüber nachdenken, für die schon fertigen neuen Instrumente COS und/oder WFPC3 ein neues, kleines Weltraumteleskop zu bauen.
Allen Beteiligten klargeworden ist jedenfalls, daß das JWST kein vollwertiger Hubble-Nachfolger sein wird, sondern - bei erheblich längeren Wellen - ganz eigenen Aufgaben nachgehen wird. Die Erhaltung von Hubble als einzigem großem optischen und UV-Teleskop im Orbit (für das überhaupt noch kein Nachfolger konkret in Planung ist!) gewinnt dadurch an Wert - aber gleichzeitig nagt der Zahn der Zeit. Und zwar nicht nur in Gestalt der störanfälligen Gyros, sondern auch durch die Erdatmosphäre, die Hubble - wenn es gar keinen Besuch mehr gäbe - ungefähr 2013 zum Absturz bringen würde. Und dabei würde so viel Schrott (v.a. vom Hauptspiegel und seiner Zelle) den Boden erreichen, daß eine Wahrscheinlichkeit von 1:700 für einen Personenschaden entstände. Das aber ist viel zu riskant, denn die NASA hat schon lange gelobt, daß dieses Risiko nie über 1:10'000 steigen darf. Gehandelt werden also muß ... [30.8.2003]

[726] Links: die Homepage des Panels, sein Bericht, Pressemitteilungen von NASA und Berkeley dazu, die seitens der NASA definierten End of Mission Options, Artikel von Science, Spaceflight Now und Space Review - und ein Artikel von Orbital Recovery mit wilden Ideen.

First Light für MOST - das kleine kanadische Weltraumteleskop aus Artikel 690 hat seinen Deckel geöffnet: CSA Press Release.


Kometenkerne sind alles andere als unveränderte Relikte

aus der Frühzeit des Sonnensystems, für die sie noch vor wenigen Jahrzehnten gehalten wurden: Einer Fülle von Prozessen sind Astronomen seither auf der Spur, die Kometen im Kuiper-Gürtel ebenso wie in der Oort'schen Wolke zugesetzt haben müssen. Die Kuiper-Bewohner direkt jenseits der Neptunbahn sind Relikte aus der Entstehung des Sonnensystems, die schon immer dort waren, die Oortwolke dagegen besteht aus Kometenkernen, die zwischen den Riesenplaneten entstanden und nach weit draußen geschleudert wurden. Woher auch immer sie kommen, Kometenkerne erleiden

Strahlungseffekte werden sogar als Erklärung für plötzlich fern der Sonne auftretende Aktivität von Kometen vor allem aus der Oortwolke diskutiert, und von Kometenkernen abgesputterte Partikel könnten ihrerseits eine Quelle der sogenannten Anomalen Kosmischen Strahlung sein (siehe Artikel 557). Wie auch immer: Die obersten Meter eines Kometenkerns stellen gewiß keine unveränderte Urmaterie mehr dar. Und das hat Auswirkungen auf die Raumfahrtplanung: Wenn die Vorbereitungen einer Kometenkern-Sample Return Mission wieder aufgenommen werden, z.B. im Rahmen des New Frontiers-Programms der NASA, dann sollte die Probe möglichst aus mehreren Metern Tiefe genommen werden. [30.8.2003]

[725] Quelle: Stern, Nature 424 [7.8.2003] S. 639-42. Links: ein SwRI Press Release und ein Artikel von Space.com.

Ein scharfes Bild des Asteroiden Juno (inklusive eines großen Loches) ist mit Adaptiver Optik gelungen - und zwar hinter dem schon 100 Jahre alten 100-Zöller auf dem Mount Wilson: ein CfA Press Release und Artikel von Astronomy und BdW.

Der Ionenantrieb von Hayabusa läuft inzwischen reibungslos, nach langwieriger Inbetriebnahme - die japanische Asteroidensonde aus Artikel 665 ist damit auf guten Kurs: ISAS Press Release.

Viele Klassen von Kleinkörpern bevölkern das Sonnensystem (wie bereits in Artikel 658 beschrieben), und die Nomenklatur wird immer komplexer: Space.com. Wie man Asteroiden tauft: JPL Feature.

Erste Impressionen von den Perseiden 2003, die für visuelle Beobachter im Mondlicht versanken - doch für eine Videokamera war das kein Problem.

Immer mehr interstellarer Staub dringt in's Sonnensystem ein, während sich das Magnetfeld der Sonne umpolt - direkte Folgen hat das nicht, doch das Zodiakallicht könnte heller werden und sporadische Meteore zahlreicher: ESA Science News, Space.com, Welt.


Der erste Mars-Scout wird ... der eingemottete 2001-Lander!

Die NASA hat sich - so bemängeln jedenfalls die 3 Verlierer unter den vier Finalisten - für die konservativste Lösung entschieden: Anstatt im Jahre 2007 als erste Marsmission im Rahmen der neuen Scout-Serie etwa ein Flugzeug zum Roten Planeten zu entsenden oder eine Atmosphärenprobe zur Erde zu schaffen, wird sie nun einen seit 1999 eingemotteten Lander fit machen. Eigentlich sollte er zusammen mit Mars Odyssey das Startfenster 2001 nutzen, doch nach der Pleite mit dem Mars Polar Lander wurde die Mission gestrichen, und die Instrumente fanden stattdessen teilweise auf den Mars Exploration Rovern Platz. Doch nun wird der praktisch fertige Lander aus dem Lager geholt (wo er sauber verpackt war) und im August 2007 als "Phoenix" in die nördliche Polarregion geschickt, wo er Ende 2008 ankommen soll.

Die Nutzlast setzt sich aus Instrumenten des Polar Lander und anderen Entwicklungen zusammen, und sie hat ein zentrales Ziel: die Eisvorräte dicht unter der Oberfläche, die Mars Odyssey aus dem Orbit nachgewiesen hat (siehe Artikel 500 und 695), mit einem Robotarm auszubuddeln und im Detail zu untersuchen. Zur Ausrüstung gehören neben der üblichen Panoramakamera u.a. Mikroskope (mit Beiträgen des MPI für Aeronomie), ein Chemielabor und Wettersensoren, und schon während des Abstiegs wird die Landeregion fotografiert: Der Lander im Viking-Stil (also ohne die »üblichen« Airbags) kann noch im letzten Moment mit kleinen Düsen gefährlichen Felsen ausweichen. Als Landeregion wird ein besonders eisreiches Gebiet nördlich von 65° N angestrebt, wo bis zu 80% des Bodens aus Eis zu bestehen scheint. [30.8.2003]

[724] Links: Pressemitteilungen von NASA, Univ. of AZ und MPAe und Artikel von Astronomy und New Scientist.

Problem mit einem Instrument auf »Spirit« - das Mössbauer-Spektrometer auf dem ersten Mars Exploration Rover verhält sich seltsam, aber sonst sind alle Instrumente auf beiden Rovern in bestem Zustand, insbesondere die zahlreichen Kameras: JPL Status Report.


Europas ältestes Sonnenobservatorium?

»Bereits 2000 Jahre vor der letzten Ausbauphase von Stonehenge errichteten in Mitteldeutschland frühe bäuerliche Gemeinschaften eine monumentale Anlage, die zur Beobachtung astronomischer Phänomene diente« - sagt das Landesamt für Archäologie Sachsen-Anhalt über einen schon vor Jahren entdeckten Kreisgraben von rund 75 Metern Durchmesser, der in der Nähe der Gemeinde Goseck ausgegraben wird. Was übrigens nur 25 km Luftlinie von jedem Mittelberg entfernt ist, wo die Himmelsscheibe von Nebra aus
Artikel 535 gefunden wurde. Die Anlage von Goseck aus dem Jahr 4900±100 v.u.Z. gehört zu den sogenannten Henge-Monumenten, großen kreisförmigen Erdwerken mit mutmaßlicher astronomischer Funktion.

In vielen Fällen bleibt letztere allerdings fraglich, doch diesmal sei der Nachweis der Sternwartennatur »aufgrund des exzellenten Erhaltungszustands der archäologischen Befunde erstmals zweifelsfrei gelungen«, sagen die Landesarchäologen - denn der Kreisgraben ist (was als einmalig gilt) an drei Stellen durch aufwändig gestaltete Tore unterbrochen. Vom Zentrum der Anlage aus scheinen die Unterbrechungen eine Visiervorrichtung dargestellt zu haben: Man sah die Sonne am Tag der Wintersonnenwende beim Auf- bzw. Untergang, während das dritte Tor nach Norden zeigt. Allerdings sind bereits Zweifel geäußert worden, daß die Anlage wirklich für systematische Beobachtungen - etwa zur Kalenderpflege - benutzt wurde: Es könne sich auch um einen Festplatz gehandelt haben, wird eingeworfen, wo halt am 21. Dezember gefeiert wurde. [30.8.2003]

[723] Links: eine überschwengliche Pressemitteilung (PDF), die Homepage der Ausgrabung und ein unkritischer Artikel der Rhein. Post. Zusätzliche Quelle: Südd. Ztg. vom 8.8.2003.

Gleich zwei Gerichtsprozesse um die Himmelsscheibe von Nebra beginnen dieser Tage - es geht um die Raubgrabung, bei der sie zum Vorschein kam, und ... um die Vermarktungsrechte: Rhein. Post.


Eine Supernova vom »Typ I½«?

Zum ersten Mal ist es bei der offenbar eindeutig zum Typ Ia gehörenden Supernova 2002ic gelungen, eine Menge Wasserstoff in ihrer Umgebung nachzuweisen: Die Sternexplosion hat sich in dichtem zirkumstellarem Material ereignet (das sich nur mit 2000 km/s ausdehnt, gegenüber den 10'000 km/s der Supernova selbst). Und dieses Gas hat offensichtlich das Vorgängersystem der Supernova hinterlassen: Was genau hinter den Ia-Explosionen steckt, ist immer noch unbekannt, auch wenn praktisch alle Modelle von einem Weißen Zwerg ausgehen, den Materie von einem (normalen) Begleiter über die Chandrasekhar-Massengrenze getrieben hat. Die SN 2002ic hat das Bild eher konfuser gemacht: Das System muß jede Menge Wasserstoff abgestoßen haben, unmittelbar bevor der Weiße Zwerg explodierte. Vielleicht war dies doch keine »normale« Ia-Supernova sondern eine des hypothetischen Zwischentyps I½, bei dem der Weißzwerg-Kern eines Einzelsterns innerhalb einer ausgedehnten Wasserstoffhülle explodierte. [30.8.2003]

[722] Quellen: Hamuy & al., Nature 424 [7.8.2003] S. 651-4 + Baron, ibid. S. 628-9. Links: ein NOAO Press Release und ein Artikel von Astronomy.

Die erste Messung der Unrundheit einer Supernova des Typs Ia ist durch Polarisationseffekte bei SN 2001el gelungen - dieser Effekt allein könnten für einen Großteil der Unterschiede zwischen den ansonsten einander sehr ähnlichen Sternexplosionen dieses Typs verantwortlich sein: ein ESO Press Release und Artikel von Nature Science Update und Sky & Tel.

Die Entfernungsbestimmung eines Pulsars durch seine Parallaxe ist mit dem VLBA gelungen - und siehe da, sie paßt (im Gegensatz zu früheren indirekten Bestimmungen) genau zu der des umgebenden Supernovarests: NRAO Press Release.

Ein Amateur sichtete als erster das Nachglühen eines Gamma Ray Bursts - weil er (in Südafrika) auf der richtigen Breite wohnt, schnell informiert war und vor allem alle Profiastronomen teleskoplos auf einer großen Tagung hockten: GSFC Press Release, AAVSO Details und ein Artikel von Sky & Tel. Sind GRBs die Quelle der UHECRs? GSFC Release.


Das Columbia-Urteil: gute Leute, schlechtes System, und »der Schaum war schuld«

Der Abschlußbericht des CAIB lobt die Mitarbeiter von NASA und Kontraktoren / Doch die ganze Sicherheitskultur ist »kaputt« / Der Shuttle hingegen ist »nicht von Natur aus unsicher« - und darf nach ein paar Änderungen wieder fliegen

Der Columbia-Unfall ist vollständig aufgeklärt, niemand war dafür persönlich verantwortlich, dafür aber die Managementstruktur der NASA, und der Shuttle darf nach ein paar Maßnahmen wieder ins All: Das ist die Quintessenz des Abschlußberichts des Columbia Accident Investigation Board, wie sie der Welt am 26. August vorgestellt wurde. Der Vorsitzende des CAIB, Hal Gehman, und mehrere andere der 13 Mitglieder betonten dabei, daß die Katastrophe ihre »Wurzeln in der Geschichte« hatte - ein direktes Zitat von der Challenger-Untersuchung 17 Jahre zuvor: Gravierende Defizite in der »Kultur« der NASA spielten eine mindestens so große Rolle wie der berüchtigte Schaumstoff.

»Der Schaumstoff hat es getan« (»The foam did it«): Das ist die eindeutige Schlußfolgerung des CAIB über die direkte Ursache der Katastrophe, ohne jedes »möglicherweise«. Der realistischste aller Impakttests am 7. Juli, bei dem ein riesiges Loch in eine Orbitertragfläche gerissen worden war (siehe Artikel 700 und 705), hatte alle verbliebenen Zweifel beseitigt. Während der Experimente hatte man eine Menge über die Eigenschaften des RCC-Material gelernt, aus dem die Fronten der Orbitertragflächen bestehen: Es erwies sich sogar als härter als gedacht. Aber eben nicht hart genug für den Einschlag eines Schaumstofffragments mit hoher Geschwindigkeit.

Andere entscheidende Einsichten hatte das CAIB bereits vorher aus der Telemetrie von der Columbia, den Aufzeichungen des geborgenen OEX-Rekorders, den Tonnen eingesammelter Trümmer, Videoaufnahmen und Laborexperimenten gewonnen. Die Trümmerstücke z.B. enthielten vielsagende Spuren von Gasströmungen, den Temperaturen, denen sie ausgesetzt waren, und sie waren von mancherlei Ablagerungen verdampften Metalls bedeckt. Bald hatte sich ein selbstkonsistentes Szenario geformt, und dem CAIB war klargeworden, daß die Columbia bereits mit einem Bruch in der linken Tragfläche in die Atmosphäre eingetreten war. Aber erst der Beschußtest vom 7. Juli setzte »ein Ausrufezeichen« hinter diese Hypothese: Die Columbia war keine zwei Minuten nach dem Start schon verloren gewesen.

Die tieferen Ursachen des Disasters hat das CAIB ausgiebig ergründen können, während sich gleichzeitig das technische Szenario mehr und mehr erhärtete. In vielen Bereichen wurden Mängel in den Strukturen und Prozeduren der NASA offenbar, die teilweise schon ausgiebig diskutiert worden sind, manchmal auch weniger:

  • Die NASA hatte sich rasch an Schaumstoff gewöhnt, der vom Außentank abfiel - seit der allerersten Mission schon. Typischerweise wurde ein Orbiter bei jedem Start an 30 Stellen getroffen. Insbesondere war der NASA die Gefahr durch die großen Stücke entgangen, die siebenmal (so auch bei Columbias letztem Flug) von der Bipod-Rampe abfielen; ausgerechnet zwei Starts zuvor hatte sich ein besonders großes Stück gelöst.

  • Zeitdruck könnte auch ein Faktor gewesen sein, der dazu führte, daß gehetzte Manager Warnsignale übersahen oder unter den Teppich kehrten, weil früher ja nie etwas passiert war. Wie wichtig der Aspekt der engen Zeitpläne war und welche »subtilen Einflüsse« er auf die erodierende Sicherheit hatte, ist allerdings unklar geblieben.

  • Ebenso konnte nicht im Detail bewiesen werden, daß die jahrelangen NASA-weiten Budgetkürzungen und Entlassungen eine direkte Rolle bei der Katastrophe gespielt haben. Aber einen Beitrag geleistet haben sie bestimmt: Das Shuttle-Programm mußte oft am Rand des Möglichen agieren.

  • Während die Mitarbeiter bei der NASA wie den Kontraktoren ihr Bestes gaben (»those are good people«), konnten sie es doch nicht erreichen - denn ihre Werkzeuge und Testanlagen stammen oft noch aus der Anfangszeit des Shuttle-Programms, geradezu »eingefroren in der Zeit.« Das fiel als markanter Unterschied zu den Zuständen etwa in der Flugzeugindustrie auf.

  • Ferner werden bei einem alternden Flugzeug die Wartungsmaßnahmen angepasst: Nicht so beim Shuttle, der überdies bald als operationelles Vehikel betrachtet wurde. In Wirklichkeit war er - mit der geringen Startrate - immer experimentell geblieben und korrodierte überdies vor sich hin.

  • Ein anderer Fehler der NASA dürfte es gewesen sein, dem Hauptkontraktor des Shuttle-Programms nicht nur den Großteil der Arbeit sondern auch gleich die Verantwortung dafür zu übertragen: Die eigentlich übliche Aufsicht durch Regierungsbeamte fand kaum statt. Dazu kam die ständig nagende Unsicherheit, wie lange die Orbiter überhaupt noch fliegen würden: Wichtige Investitionen und Verbesserungen wurden verschoben.

  • Ingesamt war die »Sicherheitskultur« der NASA praktisch kaputt (»broken«): Wenn es die operationellen Zwänge einer Mission erforderten, verlor in der Regel die Sicherheit, und die eigentlich vorgesehenen Warnglocken schrillten nicht. Dieses tiefste aller Probleme zu kurieren, dürfte auch am längsten dauern, und das CAIB besteht nicht darauf, daß die Strukturreformen komplett umgesetzt sind, bevor die Shuttles wieder fliegen dürfen.
Die nötigen Schritte, um die Shuttles wieder in den Weltraum zu bringen, entfallen auf drei Gruppen: Eine Reihe sind bereits vor dem nächsten Start unverzichtbar, andere nötig, um zu verhindern, daß die alten Verhaltensmuster wieder einreißen, wenn es ein paarmal gutgegangen ist. Und dann gibt es noch Maßnahmen, die gegen eine ganze Reihe Sicherheitslücken getroffen werden müssen, auf die das CAIB gestoßen ist, die mit der aktuellen Katastrophe zwar gar nichts zu tun hatten, die aber das Potential zu anderen Disastern in sich tragen. Insgesamt hält das CAIB den Shuttle aber für »nicht an sich unsicher«, und wenn man konkrete Maßnahmen zur Verhinderung eines Szenarios wie am 16.1. ergreife, könne er wieder fliegen. Die NASA müsse
  • Wege finden, um das Abfallen von Schaumfragmenten mehr und mehr zu unterbinden,
  • die Orbiter gegen trotzdem noch eintretende Impakte verstärken,
  • Systeme entwickeln, die im Orbit die Inspektion des ganzen Orbiters und
  • ggf. Reparaturen von gefährlichen Lecks erlauben, und außerdem
  • die Überlebenswahrscheinlichkeit der Crew verbessern.
Der 248-seitige Bericht geht nach Einschätzung des CAIB weiter als die typische Untersuchung eines Unfalls, die sich ganz auf die technischen Aspekte konzentriert: Die Organisationsmängel in der NASA waren mindestens genau so wichtig, und der Bericht soll der Behörde vor allem helfen, diese Mängel abzustellen, auf daß die tadellosen Mitarbeiter (auf die die USA »sehr sehr stolz« sein könnten) endlich ihr Potential entfalten könnten. Aber Gehman hofft auch, daß der Bericht die Grundlage für eine sehr intensive Debatte über die Zukunft der gesamten US-Raumfahrt sein wird: Was ist unsere Vision, welche Rollen sollen Mensch und Roboter spielen - und sind wir bereit, dafür auch angemessen zu bezahlen? [27.8.2003]

[721] Quelle: Liveübertragung der Pressekonferenz auf BBC World. Links: der komplette Report (10 MB PDF), sein Executive Summary, eine Synopse, längere Auszüge, Gehmans Anmerkungen, CAIB und NASA Press Releases und ausgewählte Artikel - auch zu ersten Reaktionen - von Astronomy, New Scientist, BBC, SpaceRef, Wash. Post, Fla. Today, Spaceflight Now, CNN, Space.com, Rhein. Post und NetZeitung - jede Menge weitere Links gibt's im Cosmic Mirror # 260.


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